SPD zeigt sich enttäuscht von der Ablehnung des Einkaufszentrums

Ratsfraktion

Bürgermeister vermutlich mit Enthaltung und vermutlich ohne Mut - so etwas schreckt weitere Investoren ab!

13 Ja-Stimmen, 12 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen, so lautet das Abstimmungsergebnis des Rates der Stadt Sassenberg für den CDU-Antrag zur Ablehnung des Einkaufszentrums.

Dabei überbrachte Bürgermeister Uphoff zu Beginn des Tagesordnungspunktes noch eine Überraschung. Sollte die Fa. K+K aufgrund eines Einkaufszentrums in Sassenberg ihren Markt in Füchtorf schließen, erklärt sich die Firma EDEKA Stroetmann bereit, sofort an gleicher Stelle einen Frischemarkt zu eröffnen. Die Versorgung der Einwohner Füchtorf wäre somit weiterhin sichergestellt worden.
Doch auch dieses sensationelle Angebot stimmte die Mitglieder der CDU-Fraktion nicht um.

Im Übrigen ist Konkurrenz ein wichtiger Baustein der freien Marktwirtschaft. Sollte der K+K-Markt bei Errichtung eines EDEKA-Marktes um seinen Umsatz fürchten, so regen wir das Überdenken des Sortimentes an. Durch einen EDEKA-Markt würde den Verbrauchermärkten und Discountern in Sassenberg unserer Meinung nach keine Kaufkraft verloren gehen, sonder Kaufkraft aus Warendorf (Einkäufe der Sassenberger Bürger bei Buller, HIT und Marktkauf) nach Sassenberg zurückgeholt.

Für die SPD Fraktion ist die getroffene Entscheidung nicht nachvollziehbar. In unseren Augen wäre das Einkaufszentrum mit einer Verkehrsanbindung durch einen Kreisverkehr eine gute, akzeptable, für alle Sassenberger Bürger lohnenswerte und vor allem nachhaltige Lösung gewesen. Auch stellt sich nun die Frage, wann die Verkehrsprobleme an der Einmündung Drostenstraße - die ja laut Gutachten auch ohne Einkaufszentrum bestehen - endlich behoben werden und zu welchem Preis.

Enttäuscht sind die SPD-Fraktionsmitglieder auch von der Haltung des Bürgermeisters. Dieser begründete seine Meinung mit den mehr als 3000 ablehnenden Unterschriften, die ihm übergeben wurden. Wir stellen uns jedoch die Frage, ob nicht die Hauptaufgabe eines Bürgermeisters die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Stadt sein sollte, auch wenn ein Teil der Einwohner mit der Entscheidung nicht einverstanden ist und er persönlich auch „ein ungutes Bauchgefühl hat“. Unserer Meinung nach hat der Bürgermeister durch seine Haltung die Chance auf neue Arbeitsplätze, auf eine wirtschaftliche Weiterentwicklung sowie die Beseitigung der Verkehrsprobleme an der Drostenstraße zu einem günstigen Preis verhindert. Ein klares Ja wäre wirtschaftspolitisch das richtige Signal gewesen, vor allem als am Tag der Ratssitzung die mögliche Schließung einer Firma in Sassenberg bekannt wurde.

Nachdem der Grundstückseigentümer eine mögliche Wohnbebauung aus Kostengründen ausgeschlossen hat stellt sich für uns nun die Frage:

„Scheffergelände Sassenberg - Qua Vadis“

 
 

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