Artikel zum Rhythmus der gelben Tonne

Veröffentlicht am 30.04.2021 in Allgemein

Die SPD Sassenberg-Füchtorf sieht einen Handlungsbedarf beim aktuellen Rhythmus der gelben Tonne. Hier veröffentlich der Ortsverein einen Artikel, der über das genannte Problem detailliert berichtet.

Hier können sie den Artikel lesen:

Nachdem die gelbe Tonne im Februar 2021 in der Stadt Sassenberg eingeführt wurde, wächst nun der Unmut über die vierwöchentliche Leerung. Für viele ist dieser Zeitraum einfach zu lang und die Kapazität der Tonne zu gering. Besonders bei einem Mehrpersonenhaushalt gelangt die Tonne schnell an ihr maximales Fassungsvermögen. Dieses Problem haben schon etliche Mitbürger durch Inanspruchnahme einer zweiten gelben Tonne gelöst. Viele behelfen sich aktuell mit noch vorhandenen gelben Säcken, die zusätzlich neben die Tonne gestellt werden. Jedoch werden die Säcke nicht mehr ausgegeben und ihre Mitnahme durch das Abfuhrunternehmen eingestellt.

Für die SPD Sassenberg ist dieser Zustand nicht weiter tragbar. In einem offiziellen Antrag an die Stadt, fordert die Fraktion die Rückkehr zu den zwei wöchentlichen Leerungsintervallen.

Natürlich gibt es auch Einwohner, die mit der Größe der Tonne auskommen. Ihr Argument, es gilt jetzt halt Verpackungsmüll einzusparen, klappt leider nicht immer. Besonders jetzt in der Coronazeit boomt das Onlinegeschäft und verursacht eine Menge Müll. Dieser Trend wird vermutlich auch nach der Pandemie anhalten. Hinzu kommt, dass der Deutsche ein „Trennungsmensch“ ist und die Vorgaben der Abfallsortierung immer besser eingehalten werden. Häufig wird der Müll in der gelben Tonne unter extremer Belastung zusammen gedrückt, damit dann auch alles rein passt. Dies könnte zu Problemen beim Entleeren der Tonne führen, da eventuell ein Teil festsitzt und in den Tonnen verbleibt.

Diese Feststellungen machte auch der Eigentümer des Wohn- und Geschäftshauses Klingenhagen 2-4. Seine acht Wohneinheiten sortieren den Müll so vorbildlich, dass zwar die Menge für die gelbe Tonne stetig steigt, die Müllmenge bei der schwarzen Tonne aber konstant im Rahmen liegt. Für sein Wohn- und Geschäftshaus stehen derzeit 19 gelbe Tonnen, sowie ein Container zur Verfügung. Jedoch reicht die Kapazität immer noch nicht aus. Alleine das im Haus betriebene Restaurant füllt innerhalb von 14 Tagen einen 1,5m ³ Container. Weiterer anfallender Müll für die gelbe Tonne wird in Müllsäcken im Keller gelagert. Für den Hausbesitzer ein untragbarer Zustand, da so Ungeziefer angelockt wird. Er wäre gerne bereit weitere Tonnen zur Verfügung zu stellen, jedoch sind die dafürvorgesehen Räumlichkeiten mehr als erschöpft.

Vor diesem Problem stehen übrigens mehrere Einwohner Sassenbergs. Einige haben mehr Mülltonnen in der Garage stehen als Fahrräder.

Wie in dem Antwortschreiben der AWG zu entnehmen ist, wird derzeit die Notwendigkeit der Änderung der Abfuhrintervalle nicht gesehen. Für uns ist diese Aussage nicht nachvollziehbar. Als im Jahr 2019 der Stadt Sassenberg die gelbe Tonne durch einen Mitarbeiter der AWG vorgestellt wurde, hieß es noch „Die gelbe Tonne hat ein Fassungsvermögen von 8 bis 9 gelben Säcken“. Wie nun der Vorlage zu entnehmen war, nimmt „Die gelbe Tonne nimmt maximal 5-6 Säcke auf“. Stellt sich die Frage, wo wird nun die Differenz entsorgt? In der Natur hoffentlich nicht. Obwohl man leider auch dies schon feststellen kann. Wir sind uns sicher, dass wir dem aktuellen Abfuhrrhythmus nie zugestimmt hätten, wenn uns diese Information bereits 2019 vorgelegen hätte.

Dass auch andere Städte und Gemeinden ein Problem mit dem Entsorgungszyklus haben, wird von Seiten der AWG nicht erwähnt. So hat die Gemeinde Ostbevern in Zusammenarbeit mit der Abfuhrfirma ProZero eine zweiwöchige Abfuhr an Örtlichkeiten mit einer größeren Müllmenge organisiert. Vielleicht ein Beispiel für Sassenberg ?

Daher kann unser Auftrag an den Bürgermeister nur lauten, beraten sie sich mit ihren Amtskollegen und setzen Sie sich im Herbst für die Änderung des Abfuhrintervalls ein. Auch Verträge müssen abänderbar sein, wenn sich herausstellt, dass sie problematisch und nicht effektiv sind sowie offensichtlich auf falschen Zahlen zum tatsächlichen Fassungsvermögen beruhten.

 

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